Sonntag, 24. Juli 2011

Charlie Chaplin's Stummbilder in Farbe



Charlie heißt er, zur Zeitpunkt der Aufnahmen etwa 8 Wochen alt. Wer kennt und liebt das nicht, die Kleinen mit Stöckchen zu necken? Nun hat es sich aber ausgestöckelt, der Charlie ist verschwunden. Schade, wir wollten auch noch ein paar Stummbilder in SW drehen ...

Mittwoch, 20. Juli 2011

Hugo



Heute werden wir ganz jung. Der Hugo ist erst zweieinhalb. In dem Alter weiß man noch gar nicht, das man fotografiert wird. Dafür bekommt man einen ganz ehrlichen Blick. Man muss nur schnell genug sein ...

Sonntag, 17. Juli 2011

wir werden wieder jünger ...



... zumindest in meiner Portrait-Reihe. Da ist heute die vierjährige Clara dran. Mit Kindern zu arbeiten ist oft sehr schön - aber nicht immer leicht. Wenn sie wollen kann es spassig werden, wenn sie nicht wollen, dann wollen sie nicht. Clara wollte erst auch nicht. Nach einer Weile dann doch. Und dann wieder nicht mehr. Aber da hatten wir ja ein paar Sachen im Kasten. Und schließlich gab es dann Eis für alle Kinder. Einschließlich dem Fotografen ...

Montag, 11. Juli 2011

Halt's Maul und Sing!



Ich lebe! Heute wieder, denn gestern fühlte ich mich sehr tot. Kein Wunder, nach 48 Stunden S'D'R' in Öttersdorf darf man auch mal eine Runde tot sein. Solange man es schafft wieder aufzustehen, aus seiner Asche oder so. Hauptsache man war bei all den Verrückten. Da fühlt man sich zu Hause. Dafür stirbt man gerne.

Verrückt ist nur, wie einen die Leute bei der Heimfahrt, wenn man mal anhält, in etwa an Tankstellen, wie einen die Leute da anschauen. Ok, man riecht etwas muffelig, man ist ja auch tot, kein Grund einen anzugaffen als wäre man ein Geist!

Ein Bild von mir (immer diese Paparazzi!) ist auch schon aufgetaucht:



Und da immer wieder mal jemand fragt: Nein, bei diesen Veranstaltungen fotografiere ich nicht! Ich bin Gast und bleibe es ...

Montag, 4. Juli 2011

Juhu! der Superjuchti!



Meine Damen und Herren, ich präsentiere Ihnen hier einen Superstar, den Juchtenkäfer. Er ist recht selten, und noch viel seltener zu sehen, da er sehr unauffällig lebt. Zum Superjuchti wurde er letzten Herbst in Stuttgart, als viele seiner Artgenossen einer Baumfällaktion zum Opfer fielen. Die Naturschützer schrien auf, die Verantwortlichen wollen nichts gewußt haben, und mittlerweile wurde sogar das Gerücht verbreitet, der Juchtenkäfer sei nur ein Mythos. In Stuttgart sieht man oft Buttons, Aufkleber oder Schilder bei denen der Käfer grafisch abgebildet ist, als "Maskottchen" für die Rettung des Schlossparks.

Bei einem Besuch in Stuttgart fand ich eben in diesem Schlosspark zwei wunderbare Exemplare des Superjuchties. Der eine - kleinere - war etwas schüchtern, und verkroch sich gleich. Der andere - im Bild zu sehen - zeigte sich von seiner fotogenen Seite und posierte ordentlich vor der Kamera. Ich taufte ihn auf Juhu!, ganz nach dem Juhu-Gefühl. Es war natürlich schwierig bei dem schlechten Licht in der Position verwacklungsfreie Bilder zu schießen. Es war nur mit ISO1600 möglich, was sich natürlich auch auf die Bildqualität niederschlägt. Bei dieser, für's Web verkleinerten Version, ist das Rauschen nicht mehr so erkennbar.

Nun ist es natürlich schwierig, anhand dieser Aufnahme die Größe des Käfers abzuschätzen. Er war so zwischen 3 und 4 cm groß, bei folgendem Making-Of ist es in etwa erkennbar:



Und zum Abschluss noch ein weiteres Making-Of, diesmal mit vollständigem Fotografen ...

Donnerstag, 23. Juni 2011

KRACH BUMM BANG



Manch einer hat sich gewundert, warum es in letzter Zeit so ruhig bei mir war. Der Grund: KRACH, BUMM, BANG. Um das etwas genauer zu sagen: Ich habe Geräusche gesetzt. Und zwar in Comic Bücher. Das ist weit aus weniger spannend, als es klingt. An hunderten Stellen "KAWUMMS" zu setzen kann recht anstrengend werden. Und wenn man das eine Weile macht, beginnt man in Geräuschen zu denken. Das führt so weit, das man an der Straße steht, jemand läßt die Räder etwas durchdrehen, und man hört sich laut sagen: "QUIIIETSCH!". Wobei man natürlich entsprechende Blicke der anderen Passanten erntet. Man kann auch jemanden in den Wahnsinn treiben, wenn dieser jemand am Rechner was schreiben will, und man jedes mal wenn er ansetzt ein "TIPP TIPP TIPP" von sich gibt. Zum Glück lebe ich nicht in einem Comic. Sonst wäre sicher schon ein Piano auf meinen Kopf gefallen ....

Mittwoch, 1. Juni 2011

Wooden Peak



Heute mal ein Bild, welches schon ein paar Wochen alt ist. Genau genommen ist es am 21. April aufgenommen, da trat eben Wooden Peak (zusammen mit Like Water) im Kunsthof Jena auf. Und wieder einmal experimentierte ich mit speziellen Aufnahmetechniken ala Langzeitbelichtungen und Doppelbelichtungen. Das Problem war hier nur: der Schlagzeuger hat sich so schnell bewegt, das er auf den Bildern oft gar nicht mehr sichtbar ist. Hier in diesem Fall hat es mal geklappt.

War übrigens ein feines Konzert. Falls die Jungs mal wieder in der Nähe sind: hingehen, es lohnt sich!

Montag, 30. Mai 2011

AproPopoBeerdigung



Als Kind war das mal eine ganz normale Sache, das man sich mit dem nackten Popo in den Schlamm gesetzt hat. Heute wird man blöd angeguggt, wenn man mal die Hosen runterzieht, und sich in eine Pfütze setzt. Als wäre man irre oder so. Dabei ist das doch eine sehr gesunde Sache. Und der Po bleibt Pickelfrei.

Ok, ok, man muss sich ja nicht in eine Pfütze setzen. Es gibt ja auch Schlammbäder, Lehmkurbäder oder Rockfestivals, bei denen man sich ganz offiziell mit Schlamm beschmieren kann. Keiner schaut einen da schräg an, wenn man seinen Körper beerdigt. Ich denke, "beerdigen" ist ein passender Begriff für das einschmieren mit Erde. Und wenn man sich dann wieder abwäscht, dann wird man wieder enterdigt. Logisch, nicht?

Wie habe ich mich gefreut, das ich die großartige Jenny mal wieder vor der Kamera haben durfte. Immerhin lag unser letztes Shooting eine ganze Weile zurück. Und wie kann man ein solches Comeback besser feiern, als mit einer Beerdigung? Wenn man das Model fragt, wie es so beerdigt wohl war, wird sie wahrscheinlich antworten: KALT. Der Fotograf durfte im Gegensatz zu ihr schwitzen. Als Ausgleich, sozusagen.

Nun, das war sicherlich nicht die letzte Beerdigung, welche ich fotografisch dokumentiert habe. Ein weiteres Lehmaufdemkörpershooting folgt sicher. Irgendwann.

Sonntag, 29. Mai 2011

von schlechter Musik und gutem Sterben



Man stelle sich vor, da steht so ein Typ da, sieht aus wie Dieter Bohlen in den 80ern. Ganz kreidebleich, sich die Hand an den Bauch haltend. Ich frage: Geht's Dir nicht gut, kann ich helfen? Ja, sagt er, ich habe Dünnschiss, und ja, du könntest mir ein paar Windeln anlegen. Jeder andere hätte wahrscheinlich bereut, den Typen angesprochen zu haben, aber ich bin froh darüber. Schließlich habe ich wieder etwas gelernt: Modern Talking und der ganze andere Kram, das ist ungesund. Ich meine, wem kocht es denn nicht in den Därmen, wenn man "Cherry Lady" hört? Aus diesem Grunde höre ich vorwiegend härteres Zeug. Dem gesunden Stuhlgang zuliebe. Ok, übertreiben darf man es auch nicht, mit der Härte ...

Aber für eine Sache ist so richtig schlechte Musik vielleicht wirklich gut. Ich meine, es hat ja alles seine guten Seiten, nich? Ein grauenhaftes Lied kann hervorragende Sterbehilfe leisten. Hundert Mal "Your My Heart, Your My Soul" zu hören, das überlebt keiner. Obwohl, wenn ich es mir so recht überlege, dann wäre das schon ein recht grausamer Tod. Nee, da findet sich sicher was würdevolleres ... im Magen eines Zyklopen zum Beispiel. Wie sich das auf dessen Stuhlgang auswirkt, kann ich aber auch nicht sagen.

Wie, was höre ich da? Warum Modern Talking Millionen Tonträger verkaufen, wenn sie so grauenhaft sein sollen? Das zeigt doch nur die masochistische Ader der Menschen! Und, wer weiß, wie viele Leute unbedarft eine Schallplatte gekauft haben, ohne sich der Folgen bewusst zu sein! Daher gehört auf jeden dieser Tonträger ein Etikett. Den Entwurf präsentiere ich hier. Muss nur noch gesetzlich verabschiedet werden. Wenn die Politiker nur nicht so taub wären ...

Donnerstag, 26. Mai 2011

gemeinsam bin ich viele



Irgendwie kommt mir immer wieder dieser Spruch in den Sinn: Mit Arbeit lässt sich kein Geld verdienen. Nun, das stimmt zweifellos, wie ich selbst feststellen darf. Nur stellt mir die Frage: wie kommt man denn zu Geld? Banküberfall? Reich heiraten? In beiden Fällen würde ich mich danach zu eingesperrt fühlen. Vielleicht sollte ich bei der Fotografie bleiben. Denn das ist nicht wirklich Arbeit. Es ist natürlich Arbeit. Aber nicht wirklich. Es ist Arbeit, welche keine ist. Irgendwie. Aber, das Geld, welches man damit verdient, ist auch kein Geld. Weil: man hat es zwar verdient, aber es ist dann, wenn man es braucht, nicht mehr da. Ein Dilemma.

Aber wozu braucht man schon Geld, wenn man sich selbst hat. Und wenn man selbst nicht ganz allein ist: um so besser. Als Fotograf sollte man ja sowieso die Augen überall offen haben. Wüßte gar nicht wie das gehen sollte, wenn man nur in eine Richtung schauen kann. Also mach mich mal weiter. Ganz nach dem Motto: gemeinsam bin ich viele. Zusammen bin ich stark. Und jeden Tag werde ich einer mehr.

Haaa - jetzt weiß ich, warum das Geld immer knapper wird. Es sind immer mehr da, unter welchen es aufgeteilt wird … vielleicht sollte ich mich doch mal wieder einsammeln? Ach nö, da bleib ich lieber arm ...